Kommunalpolitiker geschlossen für Lückenschluss und gegen Verzögerungstaktik
„Wir machen mobil und kämpfen Schulter an Schulter über alle Parteigrenzen hinweg dafür, dass die A1 endlich fertig gebaut wird “, betont FDP-Kreis-Chef Ulrich van Bebber. Vergangene Woche traf sich der FDP-Kreisvorstand mit Landrat Dr. Jürgen Pföhler und dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau Hermann-Josef Romes vor der Kraftfahrzeug-Zulassungsstelle in Adenau, um auf die Unterschriftenaktion aufmerksam zu machen, an der sich jeder Bürger gratis beteiligen kann.
Auf Antrag der FDP hatte der Kreistag in einer Resolution den unverzüglichen Lückenschluß der Autobahn zwischen Kelberg und Blankenheim gefordert und eine entsprechende Unterschriftenaktion gestartet.
Die Listen, auf denen jeder mit seiner Unterschrift den Weiterbau der Autobahn unterstützen kann, liegen kreisweit aus in den Rathäusern der Städte und Verbandsgemeinden des Kreises, den Geschäftsstellen der Kreissparkasse Ahrweiler, der Volksbank Rhein-Ahr-Eifel, der Raiffeisenbank Grafschaft-Wachtberg sowie in der Kreisverwaltung Ahrweiler und den Außenstellen der Kfz-Zulassung in Adenau, Sinzig und Niederzissen. Auf dem Unterschriftenblatt werden die Landes- und Bundesregierung aufgefordert, sich für die unverzügliche Fertigstellung des Weiterbaus der A1 einzusetzen und auf den Lückenschluss zu drängen.
„Wir brauchen jede Unterschrift”, so das liberale Kreistagsmitglied Roderich Graf von Spee, der, obwohl er im Rollstuhl sitzt, eigens aus Sinzig nach Adenau gefahren war, um Flagge zu zeigen. „Ich bin schon alt, aber ich hoffe immer noch, dass ich den Lückenschluss noch erleben darf.” Weite Strecken hatten auch Rosa Maria Müller, die Vorsitzende der FDP-Remagen, sowie die stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende Christina Steinheuer aus Grafschaft auf sich genommen. „Für mich hat die A1 die Priorität 1A. Für den Lückenschluss habe ich schon in meinem ersten Wahlkampf zur Landtagswahl 2001 gekämpft, schlimm genug, dass seitdem kein Meter A1 gebaut worden ist”, so Steinheuer. „Hinter dem Projekt Lückenschluss steht die komplette FDP im Kreis Ahrweiler. Das betrifft nicht nur Adenau, das betrifft uns alle, und deshalb unterstützen wir die Adenauer, wo wir nur können”, so van Bebber. „Wer uns beim Unterschriftensammeln helfen will, kann sich das Formular auch von der Internetseite der Kreisverwaltung Ahrweiler herunterladen. Jetzt an Weihnachten und zwischen den Jahren besucht doch jeder Freunde, Bekannte, die Familie und Nachbarn. Nehmen Sie doch einfach ein Blatt mit! Engagieren Sie sich und helfen Sie uns!”
Für den Bürgermeister von Reifferscheid Mike Henneberger kommt mit dem Lückenschluss auch eine bessere touristische Anbindung, Die A1 sei aber nicht nur für die touristische Erschließung der Eifel wichtig, sondern vor allem auch für die Schaffung neuer Arbeitsplätze und den Nürburgring, betonen der Vorsitzende der FDP Adenau, Dr. Manfred Kürsch, sowie die Vorstandsmitglieder Katja Kerschgens und Bert Schäfer. Ohne eine schnelle Anbindung beispielsweise an den Kölner Raum bliebe der westliche Teil des Kreises Ahrweiler, vor allem die Verbandsgemeinde Adenau, unattraktiv für neue Industrie- und Gewerbeansiedlungen oder für einen Pendlerzustrom an Fachkräften aus der Region Euskirchen/Köln. “Das Gewerbegebiet Brohltal ist ein gutes Beispiel, welche positive Wirtschaftsentwicklung einer Autobahnanbindung für den ländlichen Raum hat,” ergänzt van Bebber.
Insgesamt wird bereits seit mehr als 30 Jahren über den Lückenschluss der A1 gesprochen.




