Beschluss Resolution steht, Stühlerücken in Fraktionen
Von unserem Redaktionsleiter Uli Adams
M Kreis Ahrweiler. Projekte, die unter dem Oberbegriff „Erneuerbare Energien“ stehen, werden jetzt auch aus dem Förderprogramm „Ländlicher Raum“ des Kreises bezuschusst. Das hat der Kreistag in seiner gestrigen Sitzung beschlossen. Einstimmig folgte das Parlament einem Antrag der CDU. Mit 100 000 Euro ist der Fördertopf pro Jahr gefüllt, der zukunftsweisende Gruppierungen und Projekte auf dem Land unterstützen will.
Weitaus umstrittener war da der Antrag der FDP, die eine Resolution pro Lückenschluss A 1 eingebracht hatte. CDU und FDP auf der einen sowie SPD und Grüne auf der anderen Seite lieferten sich einen Schlagabtausch, wer denn die Schuld daran trage, dass bei der Autobahn nach Jahrzehnten immer noch eine Lücke von 24 Kilometern zwischen Kelberg und Lommersdorf klafft. Dass man sich nach einer Sitzungsunterbrechung doch noch auf einen Resolutionstext einigen konnte, war der Verhandlungsführung von Landrat Jürgen Pföhler und mahnenden Worten von FWG-Kreischef Hors Boes zu verdanken. Boes erinnerte daran, dass die Eifelautobahn für die Menschen in den Dörfern rund um den Nürburgring eine spürbare Erleichterung bringe.
Der Kreistag fordert jetzt von Bund und Land „den unverzüglichen Lückenschluss“. Die Anbindung über die A 1 sei nicht nur für die touristische Erschließung der Eifel wichtig, sondern auch für die Schaffung neuer Arbeitsplätze, den Nürburgring und die Entlastung von Bundesstraßen. Eine Unterschriftenaktion soll dem politischen Protest noch Nachdruck verleihen. Nur die Grünen stimmten gegen die Resolution.
Für Petra Elsner, Urgestein der SPD-Fraktion, war das die letzte Abstimmung als Kreistagsabgeordnete. Nach 25 Jahren macht sie den Parlamentsstuhl freiwillig frei für Doris Bruch aus Bad Neuenahr-Ahrweiler. Mit Blumen, Dankesreden und viel Applaus wurde Petra Elsner für ihr Engagement gedankt.
Nicht so freiwillig hat Horst Daleki aus Weibern die SPD-Fraktion verlassen. Nach internen Streitigkeiten ist er in die Reihen der FWG gewechselt, will aber SPD-Mitglied bleiben. Und auch bei der CDU gab es Knatsch. Da hat Sabrina Koll aus Ahrweiler ihr Mandat zurückgegeben und den Parteiaustritt erklärt.




